Do
23
Jul
2009
Verschiedene Verlagsformen
Hier findest du einen Überblick über die verschiedenen Arten von Verlagen.
Die bekannteste Form ist der Publikumsverlag, die ganz klassische Verlagsform.
Es gibt große und kleine Publikumsverlage mit oft sehr unterschiedlichem Verlagsprogramm.
Ein Publikumsverlag verlangt von seinen Autoren niemals Geld für die Buchveröffentlichung, im Gegenteil, er zahlt seinen Autoren meistens einen Vorschuss aus für das jeweilige Manuskript und dann noch mal Prozente pro verkauftem Buch. Außerdem kümmert sich ein Publikumsverlag auch ums Marketing.
In einem Publikumsverlag kommt man als Schreiber/in nur mit einem wirklich guten Manuskript und Glück unter.
Daher haben sich noch weitere Verlagsformen entwickelt...
Zum Beispiel die Druckkostenzuschussverlage, kurz DKZVs.
Hier bezahlt der Autor oft horrende Summen für die Veröffentlichung seines Buches.
Klingt komisch, ist aber so.
DKZVs machen für gewöhnlich aggressive Werbung und bekommen sie dann Manuskripte zugeschickt, werden diese ziemlich ausnahmslos aufs Höchste gelobt.
Da DKZVs auch qualitativ schlechte Werke publizieren, kann man sich mit einer Veröffentlichung dort nicht schmücken.
Das in die Buchveröffentlichung reingesteckte Geld sieht man höchstwahrscheinlich niemals wieder. Warum sollte sich ein DKZV auch um die Vermarktung des Buches kümmern? Mit dem Anwerben neuer Autoren ist hier oft viel mehr verdient.
Für noch mehr Warnung hier klicken.
Eine weitere Form ist der Selbstverlag.
Der Autor verlegt sein Buch selbst, indem er einen neuen, eigenen Verlag gründet. Das geht natürlich nur mit Startkapital und dem nötigen Wissen.
Im Selbstverlag publizierte Bücher sagen natürlich auch nicht viel über die literarische Qualität der Werke aus.
Mitte der 90er Jahre ist das Books-On-Demand-System (bod) entstanden.
Meiner Meinung nach eine gute Erfindung. Denn wenn jemand unbedingt sein Buch veröffentlichen will, muss er sich nicht mehr von einem DKZV ausnehmen lassen, sondern kann ganz einfach zu bod gehen.
Mit bod sind auch ganz geringe Auflagen möglich, weshalb das Verfahren auch oft von kleinen Verlagen verwendet wird.
Werbung muss der Autor selber machen oder bod bezahlen.
Bod birgt für den Autor/Auftragsgeber kein Risiko, bringt aber auch normalerweise nicht das große Geld.
Es sei denn, ein Publikumsverlag wird durch die Veröffentlichung mit bod auf einen aufmerksam. Hoffentlich hat man sich bod dann nicht zu mehreren Jahren Treue verpflichtet.
Und natürlich sagt auch ein über bod veröffentlichtes Buch nicht viel über seine Qualität/seinen Unterhaltungswert aus.
Die für Autoren beste Verlagsform ist und bleibt ohne Zweifel der Publikumsverlag. Doch die Veröffentlichung dort verlangt, wie schon gesagt, ein spitzenmäßiges Manuskript und Glück. Und Geduld, beim Warten auf Rückmeldung.
